…, ob google wirklich der Schlimmste Datenkrake ist, sei an dieser Stelle ein famoses Video gezeigt:
Internet soll schlechtes Gedächtnis erhalten
Oder doch nicht? Was wäre das Internet, wenn es nur noch auf bestimmte Zeit Daten oder Namen speichern dürfte? Müssten dann nicht auch aus Zeitungen und Magazinen die Namen von Personen des öffentlichen Lebens nach ein paar Jahren, wenn das Interesse verloschen ist, genauso aus den Gazetten verschwinden? Das ist nur ein Beispiel von vielen, wie man mit Namen und Identitäten im Internet umgehen soll.
Eine interessante Diskussion, die in diesem spiegel online-Artikel mit Beispielen diskutiert wird.
Was weiß google – über mich?
Die Frage wird immer brennender: Was weiß der Datenriese aus Mountain View über die einzelnen Nutzer? Nun muss man vorausschicken, dass google immer noch eine Suchmaschine ist und keine staatliche Behörde oder Einrichtung. Aber trotzdem ist die Frage angesichts der seit Jahren marktdominierenden Position absolut legitim – zumal in den USA Firmen zum Teil quasi-staatliche Aufgaben übernehmen.
Eine gute Zusammenfassung eines was-weiss-google-über-mich-Szenario bietet der Autor Stefan Winterbauer bei Meedia.de. Der Artikel beschreibt, was sich abspilen könnte, wenn man alle google-Dienste bewusst benutzt. Doch es fängt viel einfacher an: Haben Sie eine google-Email-Adresse? Ja, dann hätten Sie im Kleingesruckten der AGB bei Eröffnung lesen können, dass noch jemand anderes ihre Emails mitliest. Drei Mal geraten richtig – google. Wem jetzt mulmig zumute ist, sollte seine eigenen Schlüsse daraus ziehen. Google liest aber nach Selbstauskunft nur bestimmte “Keywords” mit und erhebt keine persönlichen Daten, so die offizielle Beteuerung aus Kalifornien.
Wie immer wird es aber natürlich interessant, wenn die vielen Daten persönlichen Profilen zugeordnet werden können und daraus verschiedene Schlüsse aus dem Kontext gezogen werden. Denn so gut die google-Maschinen aus Daten sammeln mögen. Wer ist für den Kontext zuständig? Eine Frage, die so noch nicht gestellt wurde und auch noch nicht beantwortet wurde. Die Zukunft wird zeigen, wie weit das Interese der Öffentlichkeit geht, alle Daten aus dem Internet einer Person zuzuordnen zu können und wie weit google geht, denn trotz guter Ansätze wie bing oder wolframalpha bleibt die g-Suchmaschine unangefochten auf Platz 1 in der Beliebtheit der Öffentlichkeit.
Online-Reputation – jetzt auch beim WDR angekommen
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat sich nun auch dem Thema Online-Reputation angenommen und bringt morgen eine Radiosendung mit dem Titel: “Ist der Ruf erst ruiniert“. Darin wird der “Computer-Experte” Jörg Brunsmann Rede und Antwort stehen. Hoffentlich hat er als Computer-Experte auch Ahnung vom Internet.
In seinem WDR-Moderatorenprofil ist Brunsmann eher der Wirtschaftsredaktion zuzuordnen und hat dort auch keine Computeraffinität oder Internetaffinität hervorgehoben. Komisch, irgendwie?!?
DHL mit Datenleck?
Folgende Situation: Sie kaufen etwas bei einem Online-Versandhandel, der sehr schnell ausliefert und Ihnen zur Nachverfolgung der Sendung einen Link zuschickt. Sie rufen diesen Link auf und stellen fest, dass dort ein ganz anderer Name steht und die Sendung bereits abgeholt wurde – in einer Paketbox. Natürlich schreiben Sie an den Onlineversand, ob alles mit rechten Dingen zugeht. Ob vielleicht eine Verwechslung bei der Versandnummer vorliegt. Die erstaunliche Antwort:
“die Nummer ist schon korrekt. Leider verwendet DHL bei Geschäftskunden einen festen
Bereich von Identcodes, die nach 9 – 11 Monaten erneut verwendet werden.Herr HXXX hat sein Paket am 2.9.2008 aus der Pakstation entnommen.Der letzte Eintrag zu Ihrer Sendung lautet:“04.08.09 04:25 Die Sendung wurde im Zustell-Paketzentrum bearbeitet.”Mit freundlichen Grüßen
Es ist zwar ganz nett, stets über den Standort des Pakets informiert zu sein. Aber müssen denn gleich alle Details mitgeliefert werden. Und können bei der Vergabe der Identcodes nicht einfach neue verwendet werden?
Die Sache ist interessant. Googability wird recherchieren. Zum jetzigen Zeitpunkt nach ein bisschen Online-Recherche ist jetzt klar, an welcher Packstation Herr HXXX war und in welchem Bereich er wohnt. Wahrscheinlich lässt sch auch schnell heraus finden, was Herr HXXX gekauft hat.
Die Identität des Web vs. Winnenden
Es ist ein sehr trauriger Anlass, der den Nachrichtenportalen hohe Klickraten und grosses Interesse der Öffentlichkeit beschert. Stefan Niggemeier hatte sich bereits in seinem Blog zur Moral der Berichterstattung bei Focus und Co. geäussert und darauf hingewiesen, dass die Focusse nur zu billig Twitter für ihre Zwecke genutzt haben, den Verhaltenskodex der Twitter-Community ausser Acht liessen und dadurch eine Menge Kritik aus deren Reihen einstecken mussten.
Niggemeier zeigt sehr schön auf wie der Focus-Twitter-”Journalismus” Banalitäten, persönliche Befindlichkeiten des Twitterers mit durchaus ernst zu nehmenden journalistischen Ansätzen vermengt. Die Objektivität des Journalismus bleibt aussen vor, die Nachricht auf der Strecke und der von den Medienmachern gewünschte Effekt verpufft als One-Hit-Wonder. Trotzdem hat der verunglückte Twitterkanal eine hohe Aufmerksamkeit erreicht, weil die Burda-PR-Abteilung verstanden hat, den Focus-Twitter in Verwandschaft zur Notlandung auf dem Hudson zu setzen.
Tatsächlich aber handelt es sich wohl eher um ein Missverständnis auf Seiten von Burda. Der Focus als Medium 1.0 versucht Medien der Generation 2.0 für sich zu nutzen und landet auf dem Bauch. Nicht der Focus ist die bestimmende Macht mehr. Twitter dagegen ist es - im Gegensatz zum Focus ungesteuert, unabhängig und überparteilich. Twitter wächst und gedeiht durch alle Twitterer und Follower und findet dadurch seine Identität. Der Focus aber ist zentral organisiert, chefredaktionell gesteuert und steht in der alten Tradition der Medien, die für sich in Anspruch nehmen, zu wissen, was gut für die Leser, Hörer, Zuschauer ist. Man könnte auch sagen: Eine selbstherrliche Art der Hofberichterstattung.
Zu guter Letzt wird der alte Journalismus bloß gestellt: Es ist bezeichnend, dass nicht ein etabliertes Nachrichtenmagazin oder eines seiner Online-Derivate den Fake von Winnenden aufdeckte, sondern die Twitter Community, die sich gar nicht als Teil des “Journalismus” betrachtet.
Wie dieses Beispiel zeigt verliert der althergebrachte Journalismus immer mehr an Gewicht und Identität, Twitter und andere “Live-Ticker” dagegen gewinnen immer mehr Reportage- und Berichterstattungscharakter und erhalten dadurch eine neue newslastigere Webidentität in den Augen der Öffentlichkeit. Mit anderen Worten: Im Sinne der öffentlichen Wahrnehmung wird der klassische Journalismus durch Anbiederung immer banaler und die Meinung Einzelner auf Web 2.0-Sites immer wichtiger. Die Identitäten ändern sich.
Multiple Identitäten – Hoax 2.0
In diesem Blog geht es nicht nur um Datenschutz, sondern auch und das vor allen Dingen um Identitäten. Nuerdings ist eine altbekannte Methode wieder aufgetaucht, die nun die Runde durch Webcommunities wie facebook macht. Dort werden Anzeigen geschaltet, die glauben machen sollen, dass man durch das Ausfüllen eines Formulars innerhalb von 30 Tagen 5000 Dollar verdienen kann.
Ein Hoax, der sich diesmal selbst entlarvt. Wie das Weblog Identity 2.0 dokumentiert hat, hat der angebliche Schnellverdiener Jeff gleich mehrere Identitäten. Er heisst auch noch wahlweise Kevin oder Dave – immer mit einem anderen Nachnamen und einer anderen Adresse, aber immer mit derselben Anzeige und dem selben Foto. Gesehen wurde das auf Facebook.
Sarah Palin's Passwort nicht gut genug ausgedacht!
Datenschutz hat auch etwas mit Eigenverantwortung zu tun. Banken weisen darauf hin, die PIN-Nummer nicht auf die EC-Karte zu schreiben und vor allen Dingen nicht weiter zu geben. Wie jetzt bekannt wurde, war es nicht wirklich ein Hackerangriff, der das Konto von der Sarah Palin knackte, sondern die Kombinationsgabe eines Jugendlichen, Weiterlesen
Daten sind wertvoll und deshalb kostbares Firmenkapital
“Daten sind der Rohstoff der Wertschöpfung des 21. Jahrhunderts” schöner kann man es wirklich nicht sagen. Aber es ist richtig: Immer mehr Unternehmen verlassen sich auf Daten und messen Ihnen immer mehr Wichtigkeit zu. Bei mieser Datenbehandlung können ganze Geschäftsabläufe davon betroffen sein und sich geschäftsschädigend auswirken. Es geht also um Geld, Wissen und Macht. Der richtige Umgang und die seriöse Pflege der Daten sind also wichtig. Zitat und weitere Infos in diesem PR-Artikel eines Softwareanbieters bei ecin.
Datenpanne in Norwegen
4 Millionen Norweger waren kurzfristig mit ihrer Steuernummer-ID öffentlich. Diesmal war es ausnahmsweise kein Hacker und auch kein Datenhandel. Nein, diesmal war es einfach nur grobe Fahrlässigkeit, die dazu führte, dass geschützte Daten an die Öffentlichkeit gelangten: Die norwegische Steuerbehörde hat einfach die falsche CD am mehrere Zeitungsredaktionen im Land verschickt. Nachdem die Panne bekannt war, bat man die CD wieder zurück zu schicken und bitte keine Kopien zu machen. Die Panne hat das Vertrauen der Norweger in den Datenschutz erschüttert und offen gelegt, das es keinen wirklichen Schutz gibt. Mehr dazu bei heise.
Was andere über Sie wissen, wenn Sie surfen
Sie surfen nur auf seriösen Websites, habe sich gegen Viren und Trojaner geschützt, nehmen an keinem Glücksspiel teil und geben auch keine Daten von sich Preis – also, wer sollte auf Sie und ihre Person schliessen können? Ganz einfach: Ihr Surfverhalten verrät Sie! Google und andere Dienste sammeln diese Daten schon seit langer Zeit. Ziel ist es, Profile zu erstellen, um so die kommerziellen Dienste besser auf die Anforderugen abstimmen zu können.
Allein das Surfverhalten gibt schon eine Menge Preis über die Profile der Surfer. Wie das Surfverhalten ausgewertet wird und was über Sie und ihr Surfverhalten aussagt, zeigt jetzt die Website www.open-trace.net des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung. Besonders erstaunlich ist, dass man sich selbst ganz anders einschätzt als es das Profil anzeigt. Probieren Sie es einfach mal aus: open-trace.net
Nackig gegen Geld
In Deutschland gibt es ein Bewusstsein für den Schutz von Heim und Hof und der Persönlichkeit. Es gibt ein Hausrecht und die allgemein akzeptierte Norm, dass man nicht alles von sich Preis geben muss. In Amerika sieht das anders aus. Dort kann man ganz einfach über spezialisierte Websites auf alle zur Verfügung stehenden Informationen über Personen wie den Nachbarn, die Babysitter oder den Kollegen zurück greifen – gegen Bares oder sogar kostenlos wie bei Criminalsearches.com. Andere Dienste wie peoplefinders lassen sich ihre fragwürdigen Dienste bezahlen. Rund 3 Dollar für die Standardabfrage bis hin zu 30 Dollar für die volle Informationsflut. Weiterlesen
Google's Chrome speichert Daten "nur noch" 9 Monate!
Der neue Browser von google mit dem Namen Chrome hat massive Kritik einstecken müssen. Besondere Aufmerksamkeit verdient aber die Tatsche, dass der Browser eine grosse Sammelleidenschaft hat – nämlich Daten von Suchanfragen. Die werden nun nicht mehr 18 Monate mitsamt IP-Adresse gespeichert, sondern nur noch 9 Monate berichtet spiegel online.
Öffentliche Kritik zwingt Innenministerium zum Handeln
Lange genug war es vergessen. Dann kam der Skandal um den Datenmissbrauch und trotzdem wurde gezaudert und gezögert. Nun endlich hat das Innenministerium erklärt, dass es handeln wird. In Anbetracht der Tatsache, dass der Missbrauch mehr als offensichtlich ist, hat es ganz schön lange gedauert.
Leider bleibt es wiederum nur bei einer halbherzigen Lösung. Zwar soll jetzt jeder User der Datenweitergabe erst einmal zustimmen. Doch wie wird die Praxis aussehen? Wer kontrolliert das und wie kann man sich gegen die Weitergabe generell sperren? Fragen, die bis dahin unbeantwortet bleiben. Mehr bei stern online.
Ende des Jahres soll ein erster Gesetzesvorschlag eingereicht werden. Ungeachtet der technischen und rechtlichen Lösungen bleibt aber wiederum die Transparenz auf der Strecke.
Ex-Innenminister wirft Innenminister Versäumnisse bei Datenschutz vor!
Es ist leicht jemandem einen Vorwurf zu machen. Wenn so ein Vorwurf aus einem so berufenem Mund wie dem von Ex-Innenminister Gerhart Baum kommt und an Innenminister Wolfgang Schäuble gerichtet ist, muss man dem eine gewisse Bedeutung beimessen. Es geht natürlich um den Datenhandel und den damit verbundenen (nicht vorhandenen) Datenschutz. Im Grunde geht es um Persönlichkeitsrechte und – so sagt es auch Ex-Innenminister Baum – um Freiheit.
Gerhart Baum geht in dem Artikel auf die Initiativen der Bundesregierung und dazu gesprochene Urteile ein und wer dieses Blog kennt, weiß, dass googability dem Ex-Minister näher steht als dem aktuellen Minister.
Nachgereicht: Presseartikel in Promotion Business zu googability
Inzwischen sind die Medien auf googability und das Thema Identität aufmerksam geworden. Es kommen immer öfter Interviewanfragen herein, die aber aufgrund fehlender Zeit nicht alle akzeptiert werden können. Eine Ausnahme war die Interviewanfrage des Magazins Promotion Business, das sich sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt hat. Zum Artikel.
Datenmissbrauch nimmt kein Ende – Transparenz nötig!
Eigentlich behandelt googability nur Themen, die aus dem Internet heraus geschehen können. Doch wie die neuesten Meldungen bezüglich Datenmissbrauch zeigen, die das vermeintliche Sommerloch füllen, gibt es immer wieder Verknüpfungen zwischen Internet und Adresshandel. Transparenz ist nötig.
Zuletzt berichtete NDR Info über konkrete Hinweise, dass offenbar mehre Tausend Kundendaten der NKL-von einem Auftraggeber zur Werbung von Abonnements missbraucht worden seien. Zwar – so ein Sprecher der NKL – hätte das laut Vertrag nicht geschehen dürfen, ist es aber.
Das Problem beim Datenaustausch ist die fehlende Transparenz. Es ist eine Grauzone. Jeder weiß eigentlich, dass die Daten, die man Firmen gibt, durchaus an Dritte weiter gegeben werden, um sie zu verarbeiten oder zu nutzen. Dadurch kommen also Dritte ins Spiel, die manchmal offensichtlich nicht die gleichen Maßstäbe an die Diskretion wie die Firmen anlegen. Weiterlesen
Broschüre der Mekonet zu Datenspuren im Netz
Das Medienkompetenz-Zentrum NRW, kurz Mekonet, hat eine Broschüre heraus gegeben, in der über Datenspuren im Internet geschrieben wird. Die Broschüre steht hier zum kostenlosen Download bereit.
Neuer Hoster, neues Design
Aufgeräumter und klarer sollte das googability-Blog aussehen nach dem Umzug zum neuen Hoster. Voila! Hoffentlich gefällts?! Bei manchen Readern muss der RSS-Feed neu abonniert werden.
BKA: Internetkriminalität nimmt zu!
Das BKA hat auf einer Pressekonferenz fest gestellt, dass die Kriminalität im Internet immer weiter zu nimmt. Die Täter spähen immer mehr private Daten aus und nutzen sie für Straftaten. Dazu gehören Phishing, also das Ausspähen von private Kontodaten sowie die Entdeckung von immer mehr Betrugsmöglichkeiten via Web. Die komplette Meldung gibt es bei heise.
Datenverlust durch CD-Verlust!?!?
In England scheint es ein neues Phänomen zu geben: Datenverlust. Aber eben nicht durch, was der Hobby-PC-Bastler als das “Abrauchen” einer Festplatte versteht – auch nicht durch Datenklau. In England scheint es beim Finanzamt und jetzt auch bei einer Bank an der Tagesordnung zu sein, auf Hardware gespeicherte Daten einfach zu verlieren. Sicherlich werden die wenigsten Finder mit den Daten etwas anfangen können, wenn sie denn verschlüsselt waren. Aber waren sie das? Darüber gibt es noch keine Auskunft. Sollten die Daten unverschlüsselt gewesen seien, wird sich sicherlich der ein oder andere Käufer auf dem Schwarzmarkt finden. Weiterlesen
Adobe rudert bei Photoshop Express zurück
Kaum gab es gestern kritische Beiträge im Internet bezüglich der Geschäftsbedingungen bei Photoshop Express hat Adobe reagiert und verspricht die Bedingungen zu überarbeiten – zumindest in der Schweiz.
Augen auf – bei Online-Software!
Wer heutzutage behauptet: “Im Netz ist nichts gratis!”, hat in den meisten Fällen leider Recht. Downloadbare Gratissoftware steckt oft genug voll Adware, Spyware oder sogar Malware. Seit einiger Zeit drängen immer mehr renommierte Hersteller in den Markt der Online-Software, die sie durchaus gratis anbieten. Jetzt haben auch grosse Softwarefirmen wie Adobe diesen Markt für sich entdeckt und stellen die renommierte Fotobearbeitungssoftware aus eigenem Haus in einer so genannten Express-Version frei zugänglich ins Netz.
Lieber keine Blog-öffentliche Kritik an Firmen?
Blogs wie dieses sind Teil der freien Meinungsäußerung. Doch die Teilnahme am Meinungsbildungsprozess im Internet kann teuer werden – zumindest dann, wenn die Rechtsabteilungen von Firmen darauf aufmerksam werden und hinter dem Blogbeitrag eine üble Nachrede oder Rufschädigung erkennen. Solch ein Eindruck kann begründet sein, muss es aber nicht, erklärte Rechtsanwalt Jürgen Weinknecht gegenüber der dpa (veröffentlicht bei welt.de), wenn man sich an ein paar Regeln hält. Wichtig sei der Wahrheitsgehalt und die erkennbare Meinungsäußerung. Mehr dazu hier.
Truman Show für alle!
Helmut Merschmann schlägt eine interessante Alternative zur Überwachung durch Dritte vor: Selbstüberwachung! Ähnlich Big Brother könne eine komplette Darstellung des eigenen Lebens in der Öffentlichkeit vor der Fremdüberwachung schützen. Denn jemand der sein privates Leben öffentlich macht, hat nichts zu verbergen – sollte man meinen. Die provokante These, die er mit Beispielen aus der TV-Geschichte füttert, hat etwas für sich. Allerdings dürfte es nicht Dritte von einer gezielten Überwachung abhalten. Denn auch der selbstüberwachte Mensch hat immer noch die Möglichkeit nicht alles von sich Preis zu geben. Das haben wir doch zumindest durch die Truman Show erfahren, oder? Der gesamte sehr lesenswerte Artikel bei spiegel online.
Berners-Lee: Nutzungsdaten und Surfverhalten gehören dem Anwender!
Im BBC-Interview äussert sich Tim Berners-Lee, der geadelte “Erfinder” des Internet zur aktuellen Situation und ging auf Social Networks, Spam und natürlich auch auf Datensammler ein. Sein eindeutiger Rat: Wenn der Provider Daten sammelt und weiter gibt – den Provider wechseln! Das komplette Interview gibt es bei Golem.
Weltweit 281 Exabyte an Daten gesichert
Ein Exabyte hat 18 Nullen und 281 gab es davon Ende 2007 an Speicherplatz auf der ganzen Welt. Täglich kommt immer mehr Speicherlatz hinzu. Allein vom Anfang des Jahres 2008 bis zum Zeitpunkt dieses Artikels sind laut dem Life-Ticker von Digital Universe bereits 81 weitere Exabyte hinzu gekommen. Eine Zusammenfassung gibt es bei neuerdings.
Totale Überwachung? Jetzt schon real!
In einem Artikel von Christian Stöcker bei spiegel online wird ganz konkret aufgezeigt, dass die totale Datenüberwachung schon jetzt Realität ist. Wer sich also immer noch davor fürchtet, das er bald komplett durchleuchtet ist, sollte sofort sein Handy, sein Auto, seine Paybackkarten und sicherheitshalber auch alle EC- und Visa-Karten abgeben.
Facebook könnte Wehrfähigkeit schaden!
Das meint zumindest das kanadische Verteidigungsministerium. Sollten die Soldaten tatsächlich Daten von sich und ihren Einsatzorten in Web-Community facebook Preis geben, könnte das die Operationen gefährden. Dazu mehr hier.
Einwilligung zum Datenhandel?
Wie gerade auf heise berichtet wird hat der Verband der Verbraucherzentralen (vbvz) dem Holtzbrinck-Portal StudiVZ eine Abmahnung zugestellt. So weit bekannt wird darin der Umgang mit Nutzerdaten bemängelt. User würden durch die Bestätigung der sehr allgemein gehaltenen AGB einer Datenweitergabe zustimmen. Eine offizielle Pressememeldung der vbvz liegt hier.
Harte Zeit für Web-2.0-Aussteiger(-in)
Was passiert, wenn man einfach aus Xing, StudiVZ und allen anderen Zwonulls aussteigt, hat Frauke Lüpke-Narberhaus in ihrem Artikel “Mein digitaler Selbstmord“ veröffentlicht bei Spiegel Online beschrieben. Fazit: Es gibt einen Entzug, unverständige Gruschler & Co., Rückfälle. Aber: Es kann klappen und man kann viel Zeit für Anderes gewinnen. Hier geht es zum Artikel.
Akademisch beglaubigt: Soziale Netzwerke sind bessere Datensammler als Stasi!
Nun machen sich auch die Informatiker an die Deutung des Phänomens der Social Networks. Informatikprofessor Hendrik Speck von der Fachhochschule Kaiserslautern berichtete gegenüber der AP (über stern.de): “Die haben mehr Informationen, als die Stasi je hatte.” Aufgrund der dort vorhandenen Informationsfelder, die von den Usern ausgefüllt würden, könne man, wenn man eine Person in mehreren Netzwerken nachverfolgt, ein perfektes Abbild bekommen.Im Grunde genommen ein zulässiger Schluss, wenn man nur die Datenmenge im Auge hat. Andererseits sind die Social Networks vor allem ein Jahrmarkt der Eitelkeiten. Sprich: Es kommt nur das rein, was die eigene Person in ein gutes Licht stellt. Negatives wird ausgelassen, anderes positiver dargestellt als es eigentlich war, usw. Mit anderen Worten: Es kommt eben auch auf die eigene Interpretation des Users an. Weiterlesen
Rieseninformationsquelle Internet macht Anwender dumm?!
Eine Studie des University College London belegt es. Die so genannte Generation Google kann via Internet alles finden, versteht aber irgendwie gar nichts davon, was sie sehen. Eigentlich ist das ja nicht erstaunlich, oder? Wenn man es selbst nicht erlebt oder gelernt hat, kann man mit den Infos nichts anfangen, Kontexte nicht erschliessen, Subtexte nicht lesen und keine Schlussfolgerungen ziehen. Weiteres bei Inquirer.
Entfernen von Einträgen im Internet! Möglich oder nicht?
In einer gerade erhaltenen Pressemitteilung verspricht ein neu in Deutschland eingeführter Reputationsdienst: “Mit dem Service lassen sich unerwünschte Informationen über die eigene Person und die Familie auffinden und aus dem Internet, wenn möglich, entfernen.” Da muss man doch sehr staunen und vielleicht sogar den Hut ziehen: Bisher kannte ich noch niemanden, der das geschafft hätte. Seit es Websites gibt, die sich mit der Archivierung beschäftigen, wie die wayback-machine, ist es m.E. absolut unmöglich, Einträge aus dem Internet zu entfernen, die von diesem oder ähnlichen Diensten erfasst wurden.
And the winner is….? Gooooooooglegäääääääääääänger!
Im Gegensatz zu den Golden Globes brauchte sich die American Dialect Society keine Sorgen um die Präsentation ihrer alljährlichen Veranstaltung zu machen und konnte pünktlich zu Jahresanfang das amerikanische Wort des Jahres 2007 präsentieren. Es basiert auf dem deutschen Wort Doppelgänger, das auch im Englischen durchaus gebräuchlich ist und beschreibt das Phänomen, das bei einer Googleabfrage nach dem eigenen Namen auch noch andere Personen (Identitäten) im Ergebnis auftauchen – Googlegänger eben. Alles weitere hier.
Endlich allein im Netz
Das Internet ist per se schon eine soziale Verbindung. Wer sich darin bewegt, ist also Teil einer Gesellschaft. Wer aber schon öfter mal eine Auszeit von der realen Gesellschaft braucht, der kann sich nun auch seinen Freiraum im Internet verschaffen durch antisoziale Netze – eine Kampfansage an den Web 2.0-Boom. Eine deutsche Variante gibt es hier.
Facebook mal kritisch betrachtet
Facebook ist eine der am höchsten bewerteten Websites zur Zeit. Für gerade mal 1,6 Prozent der Anteile legte Microsoft gleich 240 Millionen Dollar auf den Tisch. Warum ist Facebook so wertvoll und was ist deren Geschäftsprinzip? Dieses Video wirft einen recht kritischen Blick auf die Web 2.0-Erfolgswebsite.
Datenschutz im Jahr 2007
Die Bayerische Landesmedienanstalt hat in ihrem aktuellen Magazin “Tendenz” einige interessante Themen zum Verhältnis Identität und Datenschutz aufgegriffen. Empfohlen sei der Artikel zum Thema “Datenschutz in Zeiten des Web 2.0″ pdf.
Auch das OLG Köln hat zu Online-Archiven entschieden
Das Thema ist heiss und nur so ist es zu erklären, dass jetzt immer mehr Urteile zur Löschung von Online-Archiven bekannt werden. Schon im Jahr 2005 hat das OLG Köln dazu entschieden. Grundtenor: Löschungspflichten ja aber mit EInschränkunden. Dazu wieder mehr bei der Kanzlei Dr. Bahr.
OLG Frankfurt: Archiveinträge müssen nicht gelöscht werden
Kaum wurde das Urteil des LG Hamburg bekannt “Siehe auch Beitrag: “LG Hamburg: Archiv-Vergangenheit muss gelöscht werden”, wird jetzt eine Entscheidung des OLG Frankfurt bekannt, die eine ganz andere Aussage hat. Demnach müssen Archiveinträge nicht unbedingt gelöscht werden. Näheres zum Urteil bei der Kanzlei Dr. Bahr.