Angesichts der Allerorten geführten Diskussion…

…, ob google wirklich der Schlimmste Datenkrake ist, sei an dieser Stelle ein famoses Video gezeigt:

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Internet soll schlechtes Gedächtnis erhalten

Oder doch nicht? Was wäre das Internet, wenn es nur noch auf bestimmte Zeit Daten oder Namen speichern dürfte? Müssten dann nicht auch aus Zeitungen und Magazinen die Namen von Personen des öffentlichen Lebens nach ein paar Jahren, wenn das Interesse verloschen ist, genauso aus den Gazetten verschwinden? Das ist nur ein Beispiel von vielen, wie man mit Namen und Identitäten im Internet umgehen soll.

Eine interessante Diskussion, die in diesem spiegel online-Artikel mit Beispielen diskutiert wird.

Veröffentlicht unter Datenschutz, Digitaler Lifestyle, Identität, Recht | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Was weiß google – über mich?

Die Frage wird immer brennender: Was weiß der Datenriese aus Mountain View über die einzelnen Nutzer? Nun muss man vorausschicken, dass google immer noch eine Suchmaschine ist und keine staatliche Behörde oder Einrichtung. Aber trotzdem ist die Frage angesichts der seit Jahren marktdominierenden Position absolut legitim – zumal in den USA Firmen zum Teil quasi-staatliche Aufgaben übernehmen.

Eine gute Zusammenfassung eines was-weiss-google-über-mich-Szenario bietet der Autor  Stefan Winterbauer bei Meedia.de. Der Artikel beschreibt, was sich abspilen könnte, wenn man alle google-Dienste bewusst benutzt. Doch es fängt viel einfacher an: Haben Sie eine google-Email-Adresse? Ja, dann hätten Sie im Kleingesruckten der AGB bei Eröffnung lesen können, dass noch jemand anderes ihre Emails mitliest. Drei Mal geraten richtig – google. Wem jetzt mulmig zumute ist, sollte seine eigenen Schlüsse daraus ziehen. Google liest aber nach Selbstauskunft nur bestimmte “Keywords” mit und erhebt keine persönlichen Daten, so die offizielle Beteuerung aus Kalifornien.

Wie immer wird es aber natürlich interessant, wenn die vielen Daten persönlichen Profilen zugeordnet werden können und daraus verschiedene Schlüsse aus dem Kontext gezogen werden. Denn so gut die google-Maschinen aus Daten sammeln mögen. Wer ist für den Kontext zuständig? Eine Frage, die so noch nicht gestellt wurde und auch noch nicht beantwortet wurde. Die Zukunft wird zeigen, wie weit das Interese der Öffentlichkeit geht, alle Daten aus dem Internet einer Person zuzuordnen zu können und wie weit google geht, denn trotz guter Ansätze wie bing oder wolframalpha bleibt die g-Suchmaschine unangefochten auf Platz 1 in der Beliebtheit der Öffentlichkeit.

Veröffentlicht unter Datenschutz, Digitaler Lifestyle, Identität | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Online-Reputation – jetzt auch beim WDR angekommen

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat sich nun auch dem Thema Online-Reputation angenommen und bringt morgen eine Radiosendung mit dem Titel: “Ist der Ruf erst ruiniert“. Darin wird der “Computer-Experte” Jörg Brunsmann Rede und Antwort stehen. Hoffentlich hat er als Computer-Experte auch Ahnung vom Internet.

In seinem WDR-Moderatorenprofil ist Brunsmann eher der Wirtschaftsredaktion zuzuordnen und hat dort auch keine Computeraffinität oder Internetaffinität hervorgehoben. Komisch, irgendwie?!?

Veröffentlicht unter Identität, Medienberichterstattung, Online-Reputation | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

DHL mit Datenleck?

Folgende Situation: Sie kaufen etwas bei einem Online-Versandhandel, der sehr schnell ausliefert und Ihnen zur Nachverfolgung der Sendung einen Link zuschickt. Sie rufen diesen Link auf und stellen fest, dass dort ein ganz anderer Name steht und die Sendung bereits abgeholt wurde – in einer Paketbox. Natürlich schreiben Sie an den Onlineversand, ob alles mit rechten Dingen zugeht. Ob vielleicht eine Verwechslung bei der Versandnummer vorliegt. Die erstaunliche Antwort:

die Nummer ist schon korrekt. Leider verwendet DHL bei Geschäftskunden einen festen

Bereich von Identcodes, die nach 9 – 11 Monaten erneut verwendet werden.
Herr HXXX hat sein Paket am 2.9.2008 aus der Pakstation entnommen.
Der letzte Eintrag zu Ihrer Sendung lautet:
“04.08.09 04:25   Die Sendung wurde im Zustell-Paketzentrum bearbeitet.”
Mit freundlichen Grüßen

Es ist zwar ganz nett, stets über den Standort des Pakets informiert zu sein. Aber müssen denn gleich alle Details mitgeliefert werden. Und können bei der Vergabe der Identcodes nicht einfach neue verwendet werden?

Die Sache ist interessant. Googability wird recherchieren. Zum jetzigen Zeitpunkt nach ein bisschen Online-Recherche ist jetzt klar, an welcher Packstation Herr HXXX war und in welchem Bereich er wohnt. Wahrscheinlich lässt sch auch schnell heraus finden, was Herr HXXX gekauft hat.

Veröffentlicht unter Datenleck, Datenschutz | Verschlagwortet mit , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Die Identität des Web vs. Winnenden

Es ist ein sehr trauriger Anlass, der den Nachrichtenportalen hohe Klickraten und grosses Interesse der Öffentlichkeit beschert. Stefan Niggemeier hatte sich bereits in seinem Blog zur Moral der Berichterstattung bei Focus und Co. geäussert und darauf hingewiesen, dass die Focusse nur zu billig Twitter für ihre Zwecke genutzt haben, den Verhaltenskodex der Twitter-Community ausser Acht liessen und dadurch eine Menge Kritik aus deren Reihen einstecken mussten.

Niggemeier zeigt sehr schön auf wie der Focus-Twitter-”Journalismus” Banalitäten, persönliche Befindlichkeiten des Twitterers mit durchaus ernst zu nehmenden journalistischen Ansätzen vermengt. Die Objektivität des Journalismus bleibt aussen vor, die Nachricht auf der Strecke und der von den Medienmachern gewünschte Effekt verpufft als One-Hit-Wonder. Trotzdem hat der verunglückte Twitterkanal eine hohe Aufmerksamkeit erreicht, weil die Burda-PR-Abteilung verstanden hat, den Focus-Twitter in Verwandschaft zur Notlandung auf dem Hudson zu setzen.

Tatsächlich aber handelt es sich wohl eher um ein Missverständnis auf Seiten von Burda. Der Focus als Medium 1.0 versucht Medien der Generation 2.0 für sich zu nutzen und landet auf dem Bauch. Nicht der Focus ist die bestimmende Macht mehr. Twitter dagegen ist es - im Gegensatz zum Focus ungesteuert, unabhängig und überparteilich. Twitter wächst und gedeiht durch alle Twitterer und Follower und findet dadurch seine Identität. Der Focus aber ist zentral organisiert, chefredaktionell gesteuert und steht in der alten Tradition der Medien, die für sich in Anspruch nehmen, zu wissen, was gut für die Leser, Hörer, Zuschauer ist. Man könnte auch sagen: Eine selbstherrliche Art der Hofberichterstattung.

Zu guter Letzt wird der alte Journalismus bloß gestellt: Es ist bezeichnend, dass nicht ein etabliertes Nachrichtenmagazin oder eines seiner Online-Derivate den Fake von Winnenden aufdeckte, sondern die Twitter Community, die sich gar nicht als Teil des “Journalismus” betrachtet.

Wie dieses Beispiel zeigt verliert der althergebrachte Journalismus immer mehr an Gewicht und Identität, Twitter und andere “Live-Ticker” dagegen gewinnen immer mehr Reportage- und Berichterstattungscharakter und erhalten dadurch eine neue newslastigere Webidentität in den Augen der Öffentlichkeit. Mit anderen Worten: Im Sinne der öffentlichen Wahrnehmung wird der klassische Journalismus durch Anbiederung immer banaler und die Meinung Einzelner auf Web 2.0-Sites immer wichtiger. Die Identitäten ändern sich.

Veröffentlicht unter Identität | Verschlagwortet mit , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Multiple Identitäten – Hoax 2.0

In diesem Blog geht es nicht nur um Datenschutz, sondern auch und das vor allen Dingen um Identitäten. Nuerdings ist eine altbekannte Methode wieder aufgetaucht, die nun die Runde durch Webcommunities wie facebook macht. Dort werden Anzeigen geschaltet, die glauben machen sollen, dass man durch das Ausfüllen eines Formulars innerhalb von 30 Tagen 5000 Dollar verdienen kann.

Ein Hoax, der sich diesmal selbst entlarvt. Wie das Weblog Identity 2.0 dokumentiert hat, hat der angebliche Schnellverdiener Jeff gleich mehrere Identitäten. Er heisst auch noch wahlweise Kevin oder Dave – immer mit einem anderen Nachnamen und einer anderen Adresse, aber immer mit derselben Anzeige und dem selben Foto. Gesehen wurde das auf Facebook.

Veröffentlicht unter Identität, Transparenz | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Sarah Palin's Passwort nicht gut genug ausgedacht!

Datenschutz hat auch etwas mit Eigenverantwortung zu tun. Banken weisen darauf hin, die PIN-Nummer nicht auf die EC-Karte zu schreiben und vor allen Dingen nicht weiter zu geben. Wie jetzt bekannt wurde, war es nicht wirklich ein Hackerangriff, der das Konto von der Sarah Palin knackte, sondern die Kombinationsgabe eines Jugendlichen, Weiterlesen

Veröffentlicht unter Datenschutz, Digitaler Lifestyle | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Daten sind wertvoll und deshalb kostbares Firmenkapital

“Daten sind der Rohstoff der Wertschöpfung des 21. Jahrhunderts” schöner kann man es wirklich nicht sagen. Aber es ist richtig: Immer mehr Unternehmen verlassen sich auf Daten und messen Ihnen immer mehr Wichtigkeit zu. Bei mieser Datenbehandlung können ganze Geschäftsabläufe davon betroffen sein und sich geschäftsschädigend auswirken. Es geht also um Geld, Wissen und Macht. Der richtige Umgang und die seriöse Pflege der Daten sind also wichtig. Zitat und weitere Infos in diesem PR-Artikel eines Softwareanbieters bei ecin.

Veröffentlicht unter Business, Datenschutz | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Datenpanne in Norwegen

4 Millionen Norweger waren kurzfristig mit ihrer Steuernummer-ID öffentlich. Diesmal war es ausnahmsweise kein Hacker und auch kein Datenhandel. Nein, diesmal war es einfach nur grobe Fahrlässigkeit, die dazu führte, dass geschützte Daten an die Öffentlichkeit gelangten: Die norwegische Steuerbehörde hat einfach die falsche CD am mehrere Zeitungsredaktionen im Land verschickt. Nachdem die Panne bekannt war, bat man die CD wieder zurück zu schicken und bitte keine Kopien zu machen. Die Panne hat das Vertrauen der Norweger in den Datenschutz erschüttert und offen gelegt, das es keinen wirklichen Schutz gibt. Mehr dazu bei heise.

Veröffentlicht unter Datenschutz | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar