Googability ist ein Kunstwort, das noch nicht lange gebraucht wird. Es zitiert die Anfangsbuchstaben der grössten Suchmaschine des Internets und das englische “credibility”. Mixt man beides durcheinander kommt googability heraus. Ein Wort, das das Image von Identitäten (Personen) im Netz beschreibt.
Statt Image könnte man auch Reputation oder “guten Ruf” verwenden. Jeder Nutzer des Internets hinterlässt eine Spur und gern auch seine Daten. Hier ein Preisausschreiben, dort eine Vereinsmitgliedschaft, dann noch ein Kommentar in einem Blog und vielleicht noch ein Eintrag in eine Liste und schon weiß google, bzw. jemand, der google nutzt, mit wem er es zu tun hat. Je mehr Informationen im Netz zu finden sind, desto mehr weiß man über Sie. Das kann gut oder, wenn es in böser Absicht ist, schlecht sein.
Es ist heutztage allgemeiner Usus, sich im Internet erst einmal über eine Person zu informieren, mit der man in Kontakt kommen will. Personalchefs machen das, Kunden, Geschäftspartner und alle, die ein Interesse an ihrer Person haben könnten.
Ein Beispiel: Geben Sie ihren eigenen Namen ein und schauen Sie sich das google-Suchergebnis an. Überlegen Sie sich, was andere Internetnutzer, die gerade genau das gleiche getan haben, über diese Einträge denken können und welche Rückschlüsse sie auf ihre Person ziehen könnten. Das können Sie natürlich mit jedem anderen Namen genau so machen. Das Ergebnis kann zu so mancher Überraschung führen – im positiven oder im negativen Sinne – und sich auf ihr Image auswirken.
Beispiel 1:
Sie wurden in einem sehr subjektiven Ranking zum schlechtesten Manager des Jahres gekürt. Zwar gibt es noch drei alternative Rankings, die ihnen ein sehr gutes Abschneiden attestieren. Doch das google-Ergebnis spuckt bei der Suche nach ihrem Namen genau diesen Beitrag als 1. Eintrag aus. Ihre Reputation dürfte damit ernsthaften Schaden nehmen.
Beispiel 2:
Als Internetnutzer der ersten Jahre haben Sie sich aktiv an der Gestaltung des neuen Mediums beteiligt und sich in Foren und Gästebüchern eingetragen, deren Themen sie heutztage nicht mehr unterstützen. Doch trotz einer ganz anderen Attitüde werden diese Einträge von google immer wieder zuerst gelistet. Ihr guter Ruf könnte dahin sein.